Centrum für soziale Investitionen und Innovationen | Centre for Social Investment
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Governance of hybrid organisations

Projekte

Governance of Hybrid Organisations

  • Laufzeit: Juni 2008 − Oktober 2010
  • Gefördert aus Mitteln der Exzellenzinitiative der Universität Heidelberg (FRONTIER)
  • Ansprechpartner: Gunnar Glänzel (CSI Heidelberg)

Hybridorganisationen vereinen Elemente aus privaten, öffentlichen, Forprofit- und Nonprofit-Organisationen mit unternehmerischen, betriebswirtschaftlichen und administrativen Orientierungen. Die angestiegene Präsenz von Hybriden spiegelt grundlegende Veränderungen in der institutionellen Infrastruktur moderner Gesellschaften und das Verschwinden von Grenzen zwischen den Rollen des Staates, des Markts und der Zivilgesellschaft wider. Besondere Beispiele für Hybridformen sind dabei: Korporationen, die sowohl Profitoptimierung als auch soziale Verantwortung miteinander verbinden; Nonprofit-Organisationen, die einen wirtschaftlichen Ertrag generieren, um einen öffentlichen Zweck zu unterstützen; eine Regierungsbehörde, die nicht mehr von Steuereinnahmen abhängt oder eine von Unternehmern ins Leben gerufenen Organisation, die eher den sozialen als den auf Geld bezogenen Nutzen zu maximieren versucht.

In solchen Hybridorganisationen entstehen Governance-Probleme aus der Existenz multipler Grundprinzipien und ihrer zugrundeliegenden Wertdispositionen. Diese können symbiotisch oder sich auschließender Natur sein und können letzten Endes zu unklaren Zielsetzungen führen (Ist die Organisation danach ausgerichtet den privaten oder den öffentlichen Nutzen zu maximieren?). Verschiedene Kriterien der organisationalen Leistung können zu unterschiedlichen Bewertungen führen (Ist die soziale Leistung besser als der ökonomische Erfolg oder die politische Akzeptanz?). Ebenso kann ein unausgewogenes Verhältnis zwischen betriebswirtschaftlichen und administrativen Orientierungen (Ist eine individuelle Vision und Leadership wichtiger als Stabilität oder Vorhersehbarkeit?) zu Instabilität führen. Schließlich kann der Einfluss mehrerer Rechtssprechungen bzw. juristischer Felder zu komplexen Rechenschaftslegungserfordernissen führen (Welche rechtlichen Erfordernisse gelten im jeweiligen Fall - privates Körperschaftsrecht oder öffentliches Verwaltungsrecht?).

Der Zweck dieses Projektes liegt in der Erforschung des Verhältnisses zwischen organisationaler Hybridität und Governance-Fragen in einer bestimmten Reihe von Feldern durch tiefgreifende Fallstudien. Im Detail heißt das, dass das Projekt in aufeinander folgender Reihe drei Kernfragen untersuchen wird:

  • In welchen Felder treten Hybridorganisation am häufigsten auf? Worin bestehen die Angebots- und Nachfragebedingungen, die zur ihrer Entstehen führen? Welche Faktoren führen dazu, dass diese Organisationen eher nachhaltig als vorübergehend vorhanden sind?
  • Worin bestehen die Governance-Probleme von Hybridorganisationen? Wie ist die Verbindung zwischen ihrer Entstehung bzw. Entwicklung und ihrer Governance-Leistung zu sehen?
  • Schließlich soll uns die Frage beschäftigen, welche Implikationen diese Aspekte für die Theorie und Praxis der Governance, z.B. in Bezug auf die organisationele Leistung, deren Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit, haben?

Ausführliche Projektbeschreibung auf English

 
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